Wussten Sie … dass Totholz lebendiger ist als lebendes Holz?

Nach dem Absterben des Holzes beginnt eine Besiedelung mit Tausenden von verschiedenen Lebewesen!

Werner David hat ein spannendes Büchlein über den Lebensraum Totholz geschrieben. (Infos zum Buch beim Verlag)

Wie Sie diesen Lebensraum mit einfachen Mitteln in Ihrem Garten schaffen können, lesen Sie in unseren >Tipps<

 

 

 

Wussten Sie … dass Fledermäuse auch tagsüber fliegen?

Die kleinsten europäischen Fledermausarten sind nur 4-5 Gramm schwer und passen mit angelegten Flügeln grade noch in eine Streichholzschachtel.

Schnellfliegende Fledermausarten sausen in einer Nacht von Norddeutschland nach Südhessen, um nachzuschauen, wie es dort um Futter steht.

Wie Fledermäuse ihre Jungen beim Gebären vor dem Sturz in die Tiefe bewahren und noch viel mehr spannende Details über die Lebensweise dieser Säugetiere können Sie im Buch von

Dirk A. Diehl - „Ein Garten für Fledermäuse“ nachlesen.
 

(Foto: Janusz Klosowski  / pixelio.de)

 

 

Wussten Sie…. dass Wildbienen effektiver bestäuben als Honigbienen?

Englische Untersuchungen haben gezeigt, dass nur etwa ein Drittel der Bestäubungsleistung von den ansässigen Honigbienen abgedeckt wurde. Der Rest gehe auf das Konto von Wildbienen und Schwebfliegen. Einige Wildbienenarten, wie zum Beispiel die Hummeln, fliegen dazu schon bei kühleren Temperaturen als die Honigbienen. Ebenso würden schwierig ausbeutbare Blüten wie Rotklee, Luzerne oder Tomaten von spezialisierten Wildbienen bestäubt, von Honigbienen dagegen gemieden. Wildbienen seien in der Regel auch die effizienteren Bestäuber.
„Für die Bestäubung eines Hektars Apfel- oder Mandelanbaufläche braucht es nur wenige hundert Weibchen der Gehörnten Mauerbiene Osmia cornuta im Vergleich zu mehreren zehntausend Arbeiterinnen der Honigbiene.“ Auch bei der Bestäubung von Kirsche und Raps erwiesen sich Wildbienen als die deutlich besseren Pollenüberträger.

Das Heft „Wildbienen und Bestäubung“ kann beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL runtergeladen werden: http://www.fibl.org/fileadmin/documents/shop/1633-wildbienen.pdf  
Wer mehr über Wildbienen wissen oder Lebensraum für sie zur Verfügung stellen möchte: Beim Naturgarten Verein gibt’s das Buch von Paul Westrich über Wildbienen und die richtig gebauten Insekten-Häuser unter: http://www.naturgarten.org/tippdesmonats/.

 

 

Wussten Sie ... dass die Libelle nicht stechen kann?

Die Libellen - sie sausen durch die Luft, wechseln blitzschnell die Richtung, bleiben in der Luft stehen und fliegen sogar rückwärts – sie sind wahre Flugkünstler. An Tümpeln, Teichen und Flüssen sind sie zu beobachten. 75 bis 80 Arten kommen in Europa vor.

 

Libellen ernähren sich räuberisch und erbeuten Insekten wie Stechmücken, Bremsen, Fliegen, Käfer, Blattläuse, Wespen, Schmetterlinge u.v.m. Viele ihrer Beutetiere werden von uns Menschen als Lästlinge oder Schädlinge eingeordnet. Somit werden Libellen zu den Nützlingen gezählt. Die filigranen Insekten gehören zu den gefährdeten und geschützten Tierarten und dürfen nicht getötet, gefangen, ja noch nicht einmal gestört werden. Sie können übrigens nicht stechen, da sie weder einen Giftstachel noch einen Stechrüssel besitzen.

 

Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein kann man an sonnigen Tagen manchmal ein faszinierendes Schauspiel erleben: zwei miteinander verankerte Libellen fliegen durch die Luft – im Paarungsrad. Das Männchen ergreift mit zangenartigen Gebilden, die sich an seinem Körperende befinden, das Weibchen hinter dem Kopf. Dieses krümmt sodann seinen Hinterleib nach vorne und es kommt zur Vereinigung. Diesen Paarungsakt vollziehen die Insekten fliegend oder sitzend. Nach der Paarung kommt es zur Eiablage. Einige Arten werfen ihre befruchteten Eier über dem Wasser ab, andere Arten legen sie mit einem kleinen Legebohrer in Wasserpflanzen, vermoderndes Holz, feuchte Erde oder Moose am Wasser ab.

 

Nach der Eiablage schlüpfen bei einigen Arten bereits nach einigen Wochen die zunächst winzigen Larven aus dem Ei. Bei anderen Arten dauert es Monate, bei manchen überwintern die Eier und es kommt erst im Frühjahr zum Schlupf.

Libellenlarven durchlaufen eine sogenannte unvollständige Entwicklung, bei der es kein Puppenstadium gibt. Die Larven häuten sich während ihrer Entwicklung je nach Art 7 bis 15mal, wobei die Entwicklungszeit sehr unterschiedlich ist. Einige Arten benötigen hierfür mehrere Wochen, andere Arten mehrere Jahre.

Während dieser Zeit leben sie räuberisch und fressen alles, was sie in Teich und Tümpel finden und erbeuten können wie zum Beispiel Mückenlarven, Froschlaich, kleine Kaulquappen, Würmer, sogar andere Libellenarten oder kleine Fische. Zu den Feinden der Larven zählen Fische, Frösche und Larven von Gelbrandkäfern.

Zur letzten Häutung verlassen die Larven das Wasser. Hierzu kriechen sie an dem Stängel einer Wasserpflanze hoch und verankern sich daran. Das Tier befreit sich nun aus der letzten Larvenhaut. Dann füllen sich die Flügel mit Insektenblut und die fertige Libelle startet in ihr neues Leben. Dies dauert allerdings nur zwei bis höchstens neun Wochen.

 

nach K.D.Kerpa

 

 

Wussten Sie … dass der Teichfrosch hin- und herwandert?

Der Teichfrosch ist ein meist grasgrün, manchmal bräunlich gefärbter Wasserfrosch. Auf dem Rücken befinden sich schwärzliche Flecken, die sich auf den Hinterbeinen zu einer Marmorierung verdichten. Längs der Rückenmitte verläuft eine hellgrüne Linie. Die Schallblasen der Männchen sind hellgrau. Die Weibchen werden sechs bis zwölf Zentimeter groß, die Männchen sind mit sechs bis zehn Zentimetern etwas kleiner. Der Teichfrosch gehört zu den spät laichenden Arten. Die Weibchen legen ihre Laichballen im Mai und Juni ab. Die Laichballen sind deutlich kleiner als die der Braunfrösche, die zudem zu den Frühlaichern gehören.

Der Lebensraum des Altfrosches ist vom Frühjahr bis zum Spätherbst das Wasser.
Dort findet die Balz, die Revierbildung, das Ablaichen und die Ei- und Larvenentwicklung statt. Von exponierten Stellen aus am Wasser gehen sie in Blickrichtung zur Sonne auf die Jagd. Im Spätherbst wandert er ins Winterquartier ab: Hecken, feuchte Erdhöhlen, Hohlräume zwischen Steinen, Totholz u.ä.
Die Jungfrösche verschwinden relativ schnell aus dem Wasser, da sie von den Altfröschen gejagt werden. Sie wandern durch Wiesen, Heckensäume, an Mauern entlang, durch Blumenbeete. Dort herrscht ein kühlfeuchtes Kleinklima und es gibt ausreichend Insekten. Im Spätherbst kehren viele Jungfrösche an die Teichränder zurück und überwintern teilweise auf dem Teichgrund.

Und warum kommen Teichfrösche manchmal nicht wieder, obwohl sie eigentlich recht intensiv an einen Ort gebunden sind?
 Ein möglicher Grund sind „kahle“ Rasen- oder Pflasterflächen rundum den Teich. Der Frosch ist bei seiner Wanderung dort weder vor Hitze und Trockenheit geschützt, noch vor seinen vielen Fressfeinden. Wenn der Teichfrosch es geschafft hat, diesen Weg sicher zu überwinden, wird er jedoch nicht mehr zurückkehren.
Teichfrösche brauchen geschützte Wanderlinien zwischen den Lebensräumen und diese können wir entsprechend gestalten!

Der Teichfrosch ist „Besonders geschützt“ gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung.

 

 

Wussten Sie... dass auch Kindergärten und Schulhöfe natur- und kindernah gestaltet werden können?

Beispiele unter: http://www.naturgarten.org/naturnaheBeispiele/naturerlebnisraeume/

Mehr zum Stöbern, Schauen, Informieren unter: 
www.bluehende-landschaft.de/haar und 
www.naturgarten.org/ueberuns/regios/haar/ und
www.mellifera.de/blog/
oder auf Facebook unter: 
Regionalgruppen Haar Netzwerk Blühende Landschaft und Naturgarten e.V.


Und hier können Sie sich einen Eindruck von der Entstehung eines Erlebnis-Schulhofes verschaffen: 

 

Wussten Sie ...

Fortsetzung folgt!

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